Licht sorgt nicht nur dafür, dass wir die gestalteten Räume und Farben wahrnehmenkönnen, sondern es schafft auch Atmosphäre, visuelles Interesse und verstärkt unserräumliches Erlebnis.
Denken Sie zum Beispiel an einRestaurant mit wunderschönem Interior Design undappetitlichem Essen–aber ohne Atmosphäre, weil es kalt und leblos wirkt. Oder an einenLaden mit zwei verschiedenen Spiegeln: Im einen sehen Sie gesund und strahlend aus, imanderen wirkt der Teint fahl und unvorteilhaft. Der Unterschied liegt meist in derBeleuchtung.
Um eine angenehme Stimmung mit schmeichelndem Licht zu schaffen, muss das Licht inSchichten aufgebaut sein. Ein Teil davon kann durch dekorative Beleuchtung wie Pendel-,Tisch-und Stehleuchten mit dimmbaren Lampen und unterschiedlichen Farbtemperaturenerreicht werden–am besten auf verschiedenen Stromkreisen, um flexibel zu bleiben. Einwirklich räumlich wirkender, interessanter Effekt gelingt jedoch meist nur mitarchitektonischer Beleuchtung.
Architektonisches Licht ist alles, was nicht dekorativ ist. Es kann in Wände, Decken oderEinbauten integriert oder aufgesetzt sein. Beispiele sind Wallwasher, die Flächen sanftausleuchten, Uplights, die architektonische Elemente betonen, Akzentlichter fürKunstobjekte oder Skulpturen und lineare Lichtelemente, die entlang von Wänden oderDecken inszeniert werden. Dekorative und architektonische Lichtquellen sollten sichergänzen, um Tiefe und Atmosphäre zu schaffen.
Dabei ist es entscheidend, dass jede Lichtquelle an exakt der richtigen Stelle und imrichtigen Winkel angebracht wird. Zur perfekten Beleuchtung von Kunst oder Feature-Wänden braucht es präzise Positionierung, den passenden Abstrahlwinkel, Neigungsgrad,Rotierbarkeit, Farbtemperatur undFarbwiedergabe.
Die Auswahl der Leuchten muss sich am Raum und seiner Nutzung orientieren.Lichtausbeute, Kompatibilität von Leuchtmitteln, Treibern und Dimmern sowie Farbe,Winkel und Technik müssen zusammenpassen. Neben dem gestalterischen Aspekt brauchtes technisches Verständnis.
WIE EIN LICHTDESIGNER MEHRWERT SCHAFFT
Je nach Komplexität des Projekts kann es entscheidend sein, einen Lichtdesigner zuengagieren. Dieser arbeitet eng mit dem Interior Designer und Architekten zusammen undsorgt für visuelleund technische Konsistenz.
Der Lichtdesigner versteht die technische Sprache des Elektroplaners, kennt die aktuellenProdukte und Steuerungssysteme. Während Architekt und Interior Designer sich auf Raumund Gestaltung konzentrieren und der Elektroplaner die technischen Systeme betreut,spezifiziert der Lichtdesigner effiziente, hochwertige und gestalterisch geeignete Leuchten.
Besonders hilfreich ist ein Lichtdesigner bei komplizierter Bausubstanz, z. B.denkmalgeschützten Decken, Betonkonstruktionen odervielen architektonischenBesonderheiten, die individuelle Lichtlösungen erfordern.
In unserer Erfahrung ist ein Lichtdesigner selbst dann ein Gewinn, wenn es keine baulichenEinschränkungen gibt. Vor allem bei Neubauten oder umfangreichen Renovierungen sorgter dafür, dass die Beleuchtung von Anfang an mitgedacht wird, die Wirkung des Raumesmaximiert wird und die gewünschte Atmosphäre entsteht–genau wie von Designer undArchitekt intendiert.
Wenn Sie also die Wirkung Ihrer Räume, die Stimmung und das visuelle Interessemaximieren möchten, lassen Sie die Beleuchtung nicht zur Nebensache werden. Sie ist einintegraler Bestandteil des Designs. Wenn Sie Unterstützung wünschen, vermitteln wir Ihnengern einen Experten.
Verfasst gemeinsam mit dem LichtdesignerMachan Enever von Hawksbee LightingConsultancy.