Claudia Ludwig · Dezember 4, 2025

Die Kraft akustischer Materialien

Im Bereich des Interior Designs geht es nicht nur darum, ästhetisch ansprechende Räumezu schaffen, sondern auch um Funktionalität und Komfort. Ein oft übersehener Aspekt istdie Akustik,die Klangqualität innerhalb einesRaumes. Wer war nicht schon einmal ineinem angesagten Restaurant, wo der Abend durch ohrenbetäubenden Lärm ruiniertwurde, weil schallabsorbierende Materialien fehlten? Die Kontrolle von Schall hat einenenormen Einfluss darauf, wie wir Räume erleben. Indiesem Blogbeitrag zeigen wir, wie wirals Studio akustische Materialien einsetzen, um Räume nicht nur optisch, sondern auchklanglich angenehm zu gestalten

Immer mehr Menschen arbeiten in offenen Büroumgebungen,was zu einem erhöhtenGeräuschpegel führt. Wir fühlen uns gestört vom Tippen der Kollegen, Zoom-Anrufen oderGesprächen an der Kaffeemaschine. Durch die Integration leistungsstarker akustischerMaterialien–über Vorhänge oder Teppiche hinaus–kann in solchen Arbeitsumgebungendie Sprachverständlichkeit, Produktivität und Konzentration deutlich verbessert werden.Auch in Restaurants und Cafés lässt sich mit gezielt eingesetzten akustischen Materialiendie Geräuschkulisse reduzieren, was die Atmosphäre und das gesamte kulinarische Erlebnishebt. In Wohnräumen wiederum helfen sie, insbesondere in offenen Wohnbereichen oderHeimkinos, den Klang zu verbessern.

 

Wie funktionieren akustische Materialien? Ihre porösen oder faserigen Strukturenabsorbieren Schallwellen, indem sie die Schallenergie durch Reibungsverluste in Wärmeumwandeln. So verringert sich die Menge an Schall, die in den Raum zurückgeworfen wird.DerNachhall wird reduziert, Echos werden kontrolliert und die Klangqualität steigt. SolcheMaterialien gibt es unter anderem als Akustikdeckenplatten, Stoffe oder Wandpaneele.

 

In einem aktuellen Projekt–einer VIP-Lounge in einem Fussballstadion–kamen akustischeMaterialien besonders wirkungsvoll zum Einsatz. Der Raum sollte sowohl für Business-Meetings als auch für Firmen-Events genutzt werden. Wir ersetzten die Decke durch einabgehängtes System mit leichten, perforierten Akustikdeckenplatten von@Saintgobaingroup. Solche Platten gibt es in unterschiedlichen Materialien–Schaumstoff,Glasfaser, Steinwolle oder Holz (siehe z. B. @Topakustik oder @Impactacoustic)–mitjeweils unterschiedlichem Absorptionsgrad. Zudem kamen mobile, stoffbezogeneTrennwände („Dancing Wall“ von @Vitra) zum Einsatz, die nicht nur Präsentationenerleichtern, sondern auch den Geräuschpegel senken.

 

Für nachträgliche Installationen sind akustische Vorhänge eine einfache Lösung. Oftwenden sich Kunden an uns, die in ein neu gebautes Haus gezogen sind und feststellen, dassdie harten Oberflächen–etwa Holz-oder Betonböden–zu schlechter Akustik führen,besonders in Räumen, in denen sie gerne Gäste empfangen. Inzwischen gibt es eine grosseAuswahl dekorativer Stoffe von transparent bis blickdicht, in vielen Farben und Texturen,die nicht nur optisch ansprechend sind und Wärme in den Raum bringen, sondern auch den Klang deutlich verbessern. Manche Stoffe absorbieren bis zu 80 % der Geräusche und Echos(z. B. der „Streamer“ von @Annettedouglastextiles).

 

Für Heimkinos oder Musikzimmer sind akustische Wandpaneele oft eine gute Lösung. Auchdiese gibt es in zahlreichen Varianten-mit Holzfurnier, aus recyceltem PET, mit Stoffbezug–sowie in verschiedenen Farben, Mustern und Grössen (siehe z. B. @Texaa und@Autexacoustics). Sie bieten somit nicht nur akustischen Nutzen, sondern auchgestalterische Vielfalt.

Wir sind überzeugt,dass gute Akustik entscheidend ist, um funktionale und einladendeInnenräume zu schaffen. Deshalb berücksichtigen wir akustische Aspekte in allen unserenProjekten. Manchmal reichen schon zusätzliche Textilien, ein Teppich oder mehr Kunst anden Wänden. Oft ist das jedoch nicht genug. Dank der Vielzahl attraktiver akustischerMaterialien, die heute erhältlich sind, können wir gestalterischen Anspruch mitakustischem Komfort vereinen–für Räume, die nicht nur schön aussehen, sondern sichauch gut anhören.

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