
Spätestens im Oktober beginne ich, über meinen Weihnachtstisch nachzudenken. Wie Sievielleicht schon in meinem vorherigen Beitrag gelesen haben, mache ich zuerst eineBestandsaufnahme dessen, was ich bereits besitze, und überlege dann, was noch fehlt.Wenn man früh beginnt, bleibt genügend Zeit, um gezielt fehlende Stücke zu finden.
Aber warum ist die Gestaltung des Weihnachtstisches so wichtig? Wenn Freunde undFamiliezu Besuch sind, soll alles perfekt sein. Liebe zum Detail ist ein Markenzeichenmeiner Arbeit, und wenn man sich mit der gleichen Sorgfalt dem Kochen, dem Tischlayoutund der Sitzordnung widmet, verläuft der Tag viel harmonischer. Meine Gäste erwartenzudem, dass mein Tisch sowohl meine Persönlichkeit als auch meinen Beruf alsInnenarchitektin widerspiegelt.
Das Thema kann sich aus unterschiedlichen Quellen ergeben. Manchmal sind es die Teller–ich erweitere meine Sammlung laufend. Manchmal ist es ein Stoff, den ich als Hintergrundverwenden möchte. Oder ein Foto, wie etwa meine Ostertafel, die von einer MiuMiu-Kampagne inspiriert war.
Das Entscheidende ist, sich für ein Thema zu entscheiden und konsequent darananzuknüpfen. Auch wenn es ein privates Projekt ist, arbeite ich mit der gleichen Sorgfalt wiebei Kundenaufträgen.
Bei der Gestaltung konzentriere ich mich auf drei Aspekte: Farbe, Textur und Dimension.Ich erstelle ein Moodboard mit dem ursprünglichen Inspirationsbild oder Stoff, dem ichnach und nach weitere Ideen hinzufüge. Für Weihnachten bevorzuge ich warme Farben,aber man muss sich nicht auf Grün und Rot beschränken. Rosa, Gelb oder Orange könnenerfrischend wirken. Wichtig ist, die Farbpalette auf maximal drei Töne zu begrenzen.
Wie bei einemInterior Design Projekt geht es auch hier um Kontraste in der Haptik:weiches weisses Leinen auf rustikalem Holztisch, funkelndes Glas neben matten Kerzen,Blumen und Zweige, die die klare Ordnung von Tellern und Besteck auflockern.
Auch unterschiedlicheHöhen sind wichtig: Teller auf Tischhöhe, etwas höher die Wasser-und Weingläser, darüber die Champagnergläser, dann Blumen–hoch genug, um Akzente zusetzen, aber nicht so hoch, dass sie den Blickkontakt stören–und an den Enden oder in derMitte des Tisches etwas höhere Kerzen.
Den Ausgangspunkt für meinen Weihnachtstisch bildete dieses Jahr eine antikeKrippenszene mit drei Königen auf Kamelen und Palmen im Hintergrund. Daraus entstanddas Konzept: Ein Tisch für drei Könige. Ich fand Teller von Gien mit Kamel-undPalmenmotiv, die perfekt passten, und entwarf mit Moveover Magnolia spezielleChampagnergläser mit demselben Motiv.

Meine Farbpalette: Grün, Orange und Gelb auf weißem Leinen. Grüne Teller, grünePlatzteller in Palmenform, Kerzenhalter in zweiGrössen in Grün, Orange und Gelb mithohen weissen Kerzen. Dazu feste und durchscheinende Christbaumkugeln in Grün undOrange. Die Blumenauswahl: weisse Schneebeeren, Berzelia mit kugelförmigen weissenBlüten, feine gelbe Mimose, verschiedene Eukalyptusarten in natürlichem Grün-Grau undorange eingefärbt. Zur Höhenstaffelung kamen getrocknete, gefärbte Gräser in Orange undGelb hinzu, in kleinen Vasen entlang des Tisches arrangiert und mit Kerzenhalternabwechselnd platziert.
Verspielte Accessoires dürfenbei mir nie fehlen. Für dieses Setting habe ich eine hölzerneKamelfigur aus einer Krippe meiner Großmutter ergänzt. Ein antiker Keramikteller mitfrischen Clementinen samt Blättern sorgte für Frische und eine einladende Atmosphäre.
Wenn Sie einen Blick hinter die Kulissen des Shootings werfen möchten, schauen Sie aufmeinem Instagram-Profil vorbei.
Die Gestaltung eines Weihnachtstisches kann viel Freude machen, aber auch überfordern.Gerade zu Weihnachten, wo Familie und Gäste gern kritisch sind, zählt jeder Eindruck.Wenn Sie Hilfe bei der Ideenfindung wünschen, buchen Sie gern ein unverbindlichesKennenlerngespräch–gemeinsam gestalten wir einen Tisch, der zum Höhepunkt IhresWeihnachtsfestes wird.